Von Doppelagenten und smarten Büros


19.07.2017 von

https://www.iteratec.de/fileadmin/Bilder/News/iteratec_logo.png https://www.iteratec.de/fileadmin/Bilder/News/iteratec_logo.png iteratec GmbH

Vorab muss ich eines beichten: Ich bin ein Doppelagent. Werkstudent bei Tag und Fachgruppler ... an anderen Tagen. Die Idee, einen Hackathon zu organisieren kam uns – das sind zwei weitere Fachgruppler und ich – als wir zusammensaßen und uns geärgert haben, dass wir unsere Getränke im Jahre 2017 als Informatik- und Softwaretechnikstudenten immer noch händisch auf einem übergroßen Blatt Papier abstreichen müssen. Frustriert darüber, dass unser Fachgruppenbüro derart archaisch ausgestattet ist, hatten wir die Idee, andere Studenten zu motivieren, unser Leben angenehmer und moderner zu machen, während sie dabei auch noch Spaß haben könnten. Es ward die Idee geboren, einen Hackathon mit dem Thema “Smart Office” zu veranstalten.

Auftritt: der Doppelagent. Als Werkstudent werde ich immer wieder daran erinnert, gute Ideen weiterzuleiten und das tat ich, ohne jedoch zu wissen, dass diese zu einem (beinahe) Selbstläufer werden würde. Ich berichtete meinem Kollegen Michael davon und fand sofort Zuspruch und Unterstützung. 

Das größte Problem als Fachgruppe ist, dass man nicht die finanziellen Mittel einer Firma hat. Für einen Hackathon braucht man jedoch vier Dinge: Einen Ort, Essen, Preise und Essen. Wenn man das nicht alles zufällig rumliegen hat, ist der erste Schritt die Suche nach Sponsoren, um diese zu erhalten. Sehr schnell wurde klar, dass wir mit iteratec als Sponsor ein unvergleichliches Glück haben und darüber hinaus sogar freie Hand bei der Gestaltung bekommen. Insbesondere die Möglichkeit die Büroflächen zu verwenden war ein Segen, denn die Infrastruktur in der Uni selbst ist um Welten schlechter.

Als Doppelagenten-Werkstudent lag es an mir, einem Softwareentwickler, der selbst noch an keinem Hackathon teilgenommen hat, dieses Event zu organisieren. Ich saß immer wieder mit meinen Mitorganisatoren aus der Fachschaft zusammen und wir gestalteten zusammen die Ideen, den Plan für die Umsetzung und fingen auch mit Mundpropaganda an. Bei Letzterem hilft es besonders, den Tutor einer Übungsgruppe und Verantwortlichen einer Vortragsübung als Mitorganisator, der auf diesen Wegen viele Studenten erreicht, im Boot zu haben. 

Mit dem Marketing- und Office-Team hatte ich in der Firma weitere, starke Unterstützung. Vor allem Anja hat mich sehr bei der Organisation unterstützt und u.a. das Catering sowie Flyer mit den Ideen der Fachgruppe und der Corporate Identity von iteratec organisiert (danke an Lukas für das tolle Design!). Es wurde immer deutlicher, dass dies eine tolle Kooperation zwischen der Fachgruppe und iteratec wird.

Die Zeit verging, Bewerbungen kamen, kurze Kundgebungen von Motivation wurden gelesen und für gut befunden; Preise wurden gesucht, gefunden und bestellt. Das Office-Team half auf die Schnelle, die Preise auch noch mit einer schönen Verpackung zu würdigen und bald war alles getan, außer zu warten.

In den letzten Tagen stieg die Spannung. Alle Beteiligten, ich voran, waren aufgeregt und neugierig darauf, wie der Hackathon ablaufen würde. Würde alles glatt gehen? Haben wir etwas vergessen? Was wenn etwas Unvorhergesehenes passiert?

Das Wochenende kam und es ging wieder, ohne dass etwas Furchtbares – abgesehen von Netzwerkproblemen – passiert war. 31 Stunden hatten an die 30 Studenten Spaß beim Entwickeln ihrer Ideen. Sie waren überwältigt von der guten Verpflegung und begeistert von dem schönen Büro. Auf Twitter konnten auch manch lustige Momente verfolgt werden, die klar bewiesen: wir hatten Spaß! 

Und nicht nur das, es wurden auch hervorragende Stücke Software geschrieben. Viele davon werden in nächster Zeit auch schon aktiv eingesetzt werden. Von nun an können wir unsere Getränke digital abstreichen, Pizzabestellungen im Browser und nicht mehr an einem Flipchart organisieren und ein Pomodoro-Tagebuch führen.

Als Organisator und Firmenangehöriger hatte ich jedoch vor allem am Anfang des Hackathons Stress dabei, Infrastrukturprobleme zu lösen, wie z. B. Verbindungsschwierigkeiten mit dem WLAN, Kommunikation innerhalb des Netzwerkes oder Versorgung der Hacker mit zusätzlichen Monitoren. Abgesehen davon, gab es jedoch keine größeren Schwierigkeiten und Probleme.

Der Hackathon war letzten Endes ein voller Erfolg. Die Studenten hatten Spaß ihre Ideen umzusetzen und wir konnten ihnen dafür eine gute Umgebung zur Verfügung stellen. Wie die Bilder auf Twitter (@iteratec #hackathon) schon vermuten lassen, haben sie sich schnell wohlgefühlt.

Ich schätze die Erfahrung ein solches Event organisiert haben zu dürfen und dabei an vielen Enden Unterstützung erfahren zu haben, sodass eine anfangs übergroß wirkende Herausforderung immer machbarer wurde. Hierfür möchte ich mich herzlichst bei allen Beteiligten bedanken, denn ohne euch wäre das nicht möglich gewesen. Es war ein interessantes Abenteuer, das mich über den Tellerrand des Softwareentwicklers hat blicken lassen. Zu guter Letzt ist natürlich auch die Fachgruppe Informatik an der Universität Stuttgart begeistert darüber eine solche Veranstaltung in Kooperation mit iteratec veranstaltet haben zu dürfen.

Ich kann es nur jedem empfehlen, ein solches Event zu veranstalten, egal ob Mitarbeiter oder Werkstudent. Man muss auch kein Doppelagent sein, um dabei Spannung zu erleben.

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