Vom Studenten zum Werkstudenten in der Softwareentwicklung


01.07.2016 von

https://www.iteratec.de/fileadmin/Bilder/News/iteratec_logo.png https://www.iteratec.de/fileadmin/Bilder/News/iteratec_logo.png iteratec GmbH

Mein Name ist Benjamin und ich studiere Informatik im 2. Master-Semester an der Universität Hamburg. Zuvor absolvierte ich dort meinen Bachelor in Software-System-Entwicklung. Das entspricht quasi einem Informatikstudium, allerdings konnte ich bereits einige Module im Hinblick auf Softwareentwicklung auswählen. Das Besondere hierbei war das Industriepraktikum: Gegen Ende des Studiums wurde ich auf die Industrie losgelassen und konnte zeigen, was ich kann.

Etwas mulmig war mir bei dem Gedanken an das Praktikum schon, schließlich hatte ich bisher eher theoretische Erfahrungen gesammelt und viele Unternehmen verlangten Kenntnisse in zahlreichen Frameworks und Technologien. Außerdem beherrschte ich bisher nur Java, SQL und ein bisschen funktionale Programmierung. In der Hoffnung Erfahrung mit neuen Technologien sammeln zu können, bewarb ich mich bei iteratec.

Der Bewerbungsprozess war dabei sehr spannend. Keiner meiner Kommilitonen hatte etwas Ähnliches erlebt. Zu Beginn reichte ich selbstverständlich meine Unterlagen ein. Noch bevor ich eine Einladung zum ersten Bewerbungsgespräch erhielt, hatte ich ein Telefongespräch. Dabei erhielt ich allgemeine Informationen zu dem Praktikum und Informationen über meine Aufgaben. Damit der Prozess nun weiterging, musste ich zunächst eine Aufgabe lösen. Ich sollte ein kleines Programm schreiben. Dieses sollte ich aber nicht in Java schreiben, sondern in Groovy. Das ist die Programmiersprache, die in meinem damaligen Projekt eingesetzt wurde und welche ich auch in dem aktuellen nutze, dazu in einem weiteren Blog-Beitrag mehr. Da ich Groovy nicht kannte, haben wir einen Zeitraum von einigen Tagen ausgemacht, in denen ich mich in die Sprache einarbeiten konnte. Der Übergang in die neue Sprache war dabei überraschend angenehm. Java und Groovy sind in vielen Punkten sehr ähnlich. Als ich mich fit genug in Groovy fühlte, rief ich zurück und erhielt die Aufgabe. Hierfür hatte ich dann wieder ein paar Tage Zeit. Ich löste die Aufgabe dann in dem vereinbarten Zeitraum und wurde dann zu einem abschließenden Bewerbungsgespräch eingeladen. Dieses fand mit zwei Mitarbeitern statt, von denen einer mein Projektleiter war. Da ihr nun meinen Post lest, könnt ihr euch bestimmt vorstellen, wie das Gespräch ausfiel.

Während des Praktikums konnte ich durchgehend eigenständig arbeiten. Mir wurde das Projekt gezeigt und anschließend habe ich genügend Zeit bekommen, um mich mit dem Projekt vertraut zu machen. Für Fragen waren immer genügend Leute – auch aus anderen Projekten - da, die ihr Wissen gerne teilten. Mir gefielen vor allem auch die Meetings echt gut. Am Anfang ist man noch sehr unsicher, ob nun alles richtig ist. Besonders dann, wenn man komplett eigenständig arbeitet. Bei den Meetings machten wir deswegen ein Code Review. Hier konnten wir sehen, was gut war und was besser gelöst werden könnte. Außerdem konnten wir so erfahren, an was die anderen Entwickler arbeiteten, mit denen man in der vergangenen Woche weniger zu tun hatte. Doch mit diesem Praktikum endete der Weg noch nicht.

Das Praktikum gefiel mir so gut, dass ich beschloss anschließend als Werkstudent bei iteratec weiterzuarbeiten. Hierfür gab es noch eine kleine „Hürde“ zu meistern. Für den normalen Bewerbungsprozess muss jeder einmal zur Potenzialanalyse.

Hier wird zunächst der Charakter von iteratec vorgestellt und was iteratec besonders macht. Anschließend startet die eigentliche Analyse. Dabei werden verschiedene Fragen gestellt, aus denen letztendlich das persönliche Profil des Bewerbers entsteht. Das sollte jedoch nicht mit einem Assessment-Center verwechselt werden. Es gibt hier prinzipiell kein richtig oder falsch. Es wird die Einstellung überprüft und wie gut diese in die gewünschte Stelle und auch zu iteratec passt. Das gilt natürlich für beide Seiten. Auch der Bewerber soll hier herausfinden, ob iteratec der passende Arbeitgeber ist. Ich will an dieser Stelle nicht verraten, wie der Prozess im Detail aussieht. Meiner Meinung nach gibt es hierfür auch keine Vorbereitung, sei einfach du selbst.

Wirklich gut gefiel mir das abschließende Gespräch mit einem der Betreuer der Potenzialanalyse. Dabei erfuhr ich meine Ergebnisse in einem Einzelgespräch und was sie genau für mich bedeuten. Selbst wenn das gelautet hätte, dass ich nicht zu dieser Stelle passen würde, so hätte ich von den Experten wenigstens erfahren können, wo ich meine Stärken ausspielen kann.

Und damit endete der ganze Prozess dann auch und ich konnte als Werkstudent weiter bei iteratec arbeiten. Zugegeben, der ganze Bewerbungsprozess wirkt anfangs groß und überwältigend, doch er ist es auf jeden Fall wert. Denn auch wenn man mit iteratec nicht zusammenpasst, so kann man dabei noch etwas über sich selbst lernen und erhält Tipps für eine langfristige Karriereplanung.

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